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 In jedem Leben gibt es den Augenblick, wo das Glück an die Grenzen des Vorstellbaren stößt.
Nach einem Nomadenleben in Amerika, Südostasien und Osteuropa haben sie sich getrennt: Edith und Leonard, zwei Menschen, die nicht wieder zusammen finden und nicht voneinander lassen können. Was sie verbindet, ist ihr Sohn Gabriel und das unablässige Grübeln darüber, was diesem in seiner Kindheit zugestoßen ist und ihn zum Außenseiter gemacht hat. Mit dem inzwischen erwachsenen Sohn kehrt Edith in das Haus ihrer Kindheit in Österreich zurück. Hier beginnt sie, Briefe an Leonard zu schreiben, in denen sie sich an die Jahre ihres Zusammenlebens erinnert - an Augenblicke des Glücks und der selbstzerstörerischen Kämpfe, an den Aufbruch in immer neue Länder, an Bedrohungen und Furcht in einem Leben ohne Netz und Zugehörigkeit. Sie fragt sich und Leonard, warum sie einander, obwohl sie sich liebten, doch immer verfehlten. Und sie fragt, ob sie Schuld tragen an dem Schicksal ihres Sohnes. In diesen Briefen denkt Edith aber auch über den großen Exzentriker der amerikanischen Literatur, Herman Melville, nach, für den sie und Leonard sich früh schon so rauschhaft begeistert hatten, dass sie gemeinsam ein Buch über das Leben des geheimnisvollen Außenseiters und sein Werk schreiben wollten - den unbehausten Reisenden, dessen Schicksal ihnen oft wie ein Schlüssel für ihr eigenes Leben vorgekommen war, für das Anderssein ihres Sohnes, für Gabriels Scheitern an der Welt. Szenen einer Liebe, einer zerbrochenen Ehe und Stationen eines vorgezeichneten Weges, der Gabriel in ein grausames Ende führen wird, finden Spiegelungen und Gegenbilder in Episoden aus dem Leben und Werk des Dichters, der an seiner Zeit und dem Unverständnis seiner Zeitgenossen zerbrach.
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Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Luchterhand Literaturverlag (Februar 2007)
ISBN-10: 3630872565
ISBN-13: 978-3630872568
Taschbuchausgabe:
München: Bertelsmann 2008. btb 73844.
ISBN 978-3-442-73844-1
 Bei den traditionellen Festen der
Leondouris ist Edna Gastgeberin und Mittelpunkt, sie
hält die weitläufige Familie zusammen. In
ihrem Haus am vornehmen Bostoner Beacon Hill, an der
zum Seder gedeckten Tafel, erzählt sie Geschichten
aus dem Leben der Vorfahren, die als Familienbesitz
in den Jüngeren fortleben sollen. Sie erzählt
von ihrem Vater Joseph, der einst aus der Levante nach
Amerika gelangte, von ihrem Onkel, der stellvertretend
für einen Politiker im Gefängnis saß,
von der bitteren Armut, in der die Familie jahrzehntelang
im jüdischen Viertel von Boston lebte, und von
dem märchenhaften Aufstieg, der einigen gelang.
Und sie erinnert sich an ihre erste große Liebe,
die mit einem tragischen Unglück endete.
Es ist ein großer, ein ganzes
Jahrhundert umspannender Familienroman, voller schillernder
Charaktere und Schicksale vor dem Hintergrund der zur
Metropole wachsenden Hafenstadt Boston, mit ihren sich
wandelnden Einwanderervierteln, den eleganten Stadtteilen
und den Ferienorten an der Atlantikküste.
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Luchterhand Verlag, München 2003. ISBN 3630871488,
Gebunden, 416 Seiten
Taschenbuch: btb 2005. ISBN 3 442 73349 9
www.btb-verlag.de
 Seit Kindertagen hat Max die Fotografie
des Hauses vor Augen, das von den Nazis enteignet wurde
und das seine Mutter ihr Leben lang nicht vergessen
konnte. Obwohl er in New York aufgewachsen ist, bindet
es ihn an das Europa seiner jüdischen Vorfahren.
Nach dem Tod der Mutter gibt er seiner Sehnsucht nach
und kehrt in seine Geburtsstadt zurück, um das
Haus wieder in den Familienbesitz zu bringen. Er trifft
auf Beamte, die mit allen Tricks der Scheinlegalität
seinen Anspruch zurückweisen, und er trifft auf
Menschen, die sich keiner Schuld bewußt sind,
aber auch auf solche, denen er sich verbunden fühlt:
Menschen wie Spitzer, der alte Vorsteher der kleinen
jüdischen Gemeinde, oder die Frau, die ihn einst
sehr geliebt hat. Und er stößt auf eine unsichtbare
Stadt...
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Luchterhand Verlag, München 2000
ISBN 3630870643Gebunden, 320 Seiten
Taschenbuch: Dtv Verlag, München 2002
ISBN 3-423-12952-2
Übersetzungen:
House of Childhood. Übsersetzung von David Dollenmayer. The
Other Press (New York) 2006
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Übersetzung ins Italienische: La Casa della nostalgia. Übersetzt von Paola Buscaglione Candela.
Firence: La Giuntina 2009

Essays:
- Erinnern und Erfinden
- Die unverzeihliche Sünde
- Die Faszination des Unsagbaren
- Autor und Leser
- Probleme beim Schreiben von Romanen
- Romananfänge
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Literaturverlag Droschl, Graz 1999 ISBN 3-85420-521-X
 Dvorah, Österreicherin jüdischer
Herkunft, verliebt sich zur Zeit der Intifada in Jerusalem
in einen jungen Mann, Sivan, der sich als Armenier ausgibt
und angeblich als Dolmetscher für ein UNO-Filmteam
in den besetzten Gebieten arbeitet. Aus einem erotischen
Abenteuer entwickelt sich eine zutiefst ambivalente
Leidenschaft. Die Mutmaßungen über Sivan,
der nach einer Razzia von der israelischen Polizei erschossen
wird, die von Zweifel und Schuldgefühlen durchzogenen
Erinnerungen und Geständnisse vor einem imaginären
Gericht sind eingewoben in die Familiengeschichte der
Ich-Erzählerin. So unklar Sivans Herkunft und das,
was er tatsächlich getan hat, so unklar und dunkel
ist Dvorahs familiäre Vergangenheit. „Abschied
von Jerusalem“ ist auch ein Porträt dieser
zerrissenen, vielstimmigen, geheimnisvollen Stadt. Ihre
zugleich anziehende wie gewalttätige Präsenz,
aus der sich die Geschichte entwickelt, wird mit großer
Intensität und Farbigkeit beschrieben. Fast scheint
es, als sei sie nicht nur Schauplatz, sondern heimliche
Protagonistin des Romans.
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Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 1995
ISBN 3 87134 204 1 Gebunden, 281 Seiten
Taschenbuch: dtv München, ISBN 3-423-133880
Übersetzungen:
Jeruzalem. Übersetzung von Tinke Davids. Van Gennep (Amsterdam)
1995
Lover. Traitor. A Jerusalem Story. Metropolitan Books.
Henry Holt Co. (New York) 1997
(Finalist for the National Jewish Book Award)
Übersetzung ins Italienische: La Voce del Deserto. Übersetzt von Paola Buscaglione Candela. Firence: La Giuntina 2008
 Nach sechzehn Jahren Ehe entschließt
sich Lillian, ihre Familie in Österreich zu verlassen
und in ihre Heimat an der amerikanischen Ostküste
zurückzukehren. Auf diese Weise will sie ihrer
zunehmenden Isolation in der fremden Kultur und Sprache
entkommen und zu ihrer früheren Kreativität
zurückfinden. Aber während sie zurück
und nach vorne blickt, ahnt sie bereits, daß sie
nun auch dort, wo sie herkommt, eine Fremde ist. Der
Roman analysiert mit großer psychologischer Kompetenz
ein Lebensgefühl: das Gefühl des Fremdseins
und der Sprachlosigkeit. Die Geschichte einer Befreiung?
Eher die Geschichte einer Verzweiflung und Desorientierung.
Und eine Geschichte von Liebe und Haß.
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Luchterhand Verlag, Hamburg-Zürich 1992
Gebunden, 246 Seiten
Taschenbuch: dtv München 1994 ISBN 3-423-12588-8
Übersetzungen:
In den Vreemde. Übs. Tinke Davids. Van Gennep (Amsterdam)
1992
In Foreign Cities. Übs. Lowell Bangeter. Ariadne
Press (Riverside, CA) 1995
Straniera Ovunque. Übs. von Barbara Griffini. Feltrinelli
(Milano) 1996
 Jakob, ein zartes Kind mit großen
blauen Augen, ist anders als andere Kinder. Er hat andere
Begabungen und Fähigkeiten als die, die man von
einem Kind seines Alters erwartet. Er reagiert nicht,
oder anders als erwartet, wenn er angesprochen wird.
Die Wörter, die er sagt, formen sich nicht zu Sätzen,
sondern werden, wie seine Spiele, zu rhythmisch wiederholten
Ritualen, die seiner Mutter Marta wie ein Zeichen für
etwas Unbekanntes erscheinen. Er ist zurückgeblieben,
verhaltensgestört, sagen die Leute, autistisch,
sagen die Fachleute. Seine Mutter, die ihn mit qualvoller
Innigkeit liebt, sieht sich von einer verständnislosen,
feindseligen Umwelt umgeben. Mit den Schuldzuweisungen,
die sich unzählige Male wiederholen, mit dem Versuch,
den „Fall“ Jakob durch eine zweifelhafte
Diagnose in ein System zu zwingen, beginnt der verhängnisvolle
Prozeß der Ausgrenzung, der völligen Isolierung
zweier Menschen.
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Luchterhand Verlag, Darmstadt 1989
Gebunden, 280 Seiten ISBN 3-630-86690-5
Taschenbuch: dtv München 1992 ISBN 3-423-12435-0
Übersetzungen:
Afzondering, Übs. von Tinke Davids. Van Gennep
(Amsterdam) 1988
Utanför. Übs. Dorothee Sporrong. Forum (Stockholm)
1992
La Frontera. Übs. Basilio Losada. Ediciones B (Barcelona)
1992
Jakob. Übs. Deborah Schneider. Harcourt Brace (New
York) 1991
Philip Larkin, Gedichte. Übersetzt
und ausgewählt. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1987

In zwei sich abwechselnden Stimmen
erzählen zwei junge Frauen vom Fremdsein und von
der beharrlichen Suche nach Gemeinschaft. Da ist Sonja,
die – zurückhaltend – darauf wartet,
daß das wirkliche Leben und die Liebe beginnt.
Da ist Jana, die sich – rückhaltlos –
von ihren Gefühlen mitreißen, in andere Welten,
Phantasien und Wirklichkeiten entführen läßt.
Ihre Zusammenstöße mit der sie eingrenzenden
Realität werden dadurch um so schmerzhafter. Da
ist Achim, ein egozentrischer Künstler, den beide
lieben, der beide begehrt und zurückstößt,
und der sich nicht einlassen kann auf die Liebe. In
den drei Hauptfiguren erkennen wir die 68-Generation
wieder, die, fremd und ungeborgen im Alltag, in der
Welt zu Hause schien. Die Suche, an deren Ende Hoffnung
aufleuchtet, führt durch immer tiefere Kreise der
Einsamkeit.
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Claassen Verlag, Düsseldorf 1986
Gebunden, 333 Seiten
Taschenbuch: München 2008. (= dtv 13688)
ISBN 979-3-423-13688-4
Übersetzungen:
Blickwisseling. Übs. Tinke Davids. Van Gennep (Amsterdam)
1987
Cara a Cara. Übs. Basilio Losada. Ediciones B (Barcelona)
1990
 Marie ist als ungeliebtes, mißhandeltes
und ausgebeutetes Bauernkind in einem oberösterreichischen
Dorf aufgewachsen. Es gelingt ihr, diesem Milieu zu
entfliehen, indem sie heiratet und mit ihrem Mann in
die Stadt zieht. Aber es gelingt ihr nicht, das von
Generation zu Generation weitergegebene dumpfe Lebensgefühl
abzulegen, das geprägt ist von Haß, Lieblosigkeit
und Unfreiheit. Sie will, daß ihre Tochter Vera
etwas Besseres wird, ein „anständiges“
Leben führt, sie schlägt das Kind, wie sie
selber geschlagen wurde. Die Geschichte, die erzählt
wird, ist grausam, die Sprache klar und poetisch.
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Claassen Verlag, Düsseldorf 1985
Gebunden, 248 Seiten
Taschenbuch: dtv München 1987 ISBN 3-423-10798-7
Übersetzungen:
La Trique. Übs. Cornelius Heim. Gallimard (Paris)
1987
Tua Madre era come te ? Übs. Barbara Griffino.
Feltrinelli (Milano) 1994
Punishment. Übs. Lisel Müller. Virago Press
(London) 1988
Three Daughters. Übs. Lisel Müller. Harcourt
Brace (New York) 1987
Upptuktelsen. Übs. Dorothee Sporrong. Forum (Stockholm)
1990
Het Land van den geslagen Kinderen. Übs. Tinke
Davids. Van Gennep (Amsterdam) 1986
Den Man elsker tukter Man. Übs. Aud Greiff . Aschehoug
(Oslo) 1988
Joka vitsaa säätstää. Übs.
Liisa Pyömä. Söderström (Helsinki)
1989
Ins Japanische: Verlag Choeisha Co. 2000
Joc de Bastons. Übers. v. Núria Marabet.Barcelona: Linia d’ombra 1990
Entre Mujeres. Übers. v. Basilio Losada e Isi Feuerhake.
Barcelona: Ediciones B. 1988
Den Man elsker tukter Man. Übers. v. Aud Greiff. Oslo:
Aschehoug 1988
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