NEU: Wenn du wiederkommst (Roman)

"Wir hatten nur ein Leben, es war zu kurz für alles, was wir von ihm erwarteten."

Sie wollten vernünftig lieben, mit Maß und Respekt. Leidenschaftlich und doch voller Achtung für die Freiheit des anderen. Ein ganzes Leben haben Jerome und die Erzählerin von Anna Mitgutschs neuem Roman gebraucht, um ein Liebespaar zu werden, das den eigenen hohen Ansprüchen genügt. Doch dann stirbt Jerome plötzlich, und die Erzählerin versucht mit einer eindringlichen, bewegenden Totenklage, das Versprechen eines Neuanfangs einzulösen, über den Tod hinaus.

Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, eher das Versprechen von Verlässlichkeit: zwei Menschen, einander nah und vertraut wie Geschwister. Diese Nähe ist so stark, dass sie die dunklen Seiten ihrer Liebe und Ehe, Untreue, ihre einander oft ausschließenden Obsessionen und sogar die scheinbar endgültige Trennung übersteht. Jetzt, lange Jahre später, sieht es so aus, als gäbe es die Möglichkeit, noch einmal ganz neu anzufangen. Da geschieht das Unfassbare. Jerome stirbt. Verzweifelt versucht die verlassene Erzählerin, gegen die Realität des Todes aufzubegehren. Sie kämpft, als könnte sie den Toten zurückholen oder ihm wenigstens ein letztes Wort, ein Zeichen seiner Liebe abringen. Sie klammert sich an die verheißungsvolle letzte Begegnung, den letzten gemeinsamen Augenblick, die letzten Worte beim Abschied am Flughafen von Boston. Sie beschwört die Glücksmomente wie auch die gegenseitigen Verletzungen in ihrer langen Liebesgeschichte. Den gesellschaftlichen Ritualen der Trauer, den Bemühungen der Verwandten, ihr die Bedeutung als Ehefrau abspenstig zu machen, steht sie wehrlos gegenüber. Und doch gelingt es ihr in der gemeinsamen Trauer mit der erwachsenen Tochter, die Beziehung zum Ehemann und zum Vater in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit lebendig werden zu lassen.

-> "Wenn du wiederkommst" bei Amazon kaufen


 


Romane

Essayband

 

 




Zwei Leben und ein Tag (Roman)

In jedem Leben gibt es den Augenblick, wo das Glück an die Grenzen des Vorstellbaren stößt.

Nach einem Nomadenleben in Amerika, Südostasien und Osteuropa haben sie sich getrennt: Edith und Leonard, zwei Menschen, die nicht wieder zusammen finden und nicht voneinander lassen können. Was sie verbindet, ist ihr Sohn Gabriel und das unablässige Grübeln darüber, was diesem in seiner Kindheit zugestoßen ist und ihn zum Außenseiter gemacht hat. Mit dem inzwischen erwachsenen Sohn kehrt Edith in das Haus ihrer Kindheit in Österreich zurück. Hier beginnt sie, Briefe an Leonard zu schreiben, in denen sie sich an die Jahre ihres Zusammenlebens erinnert - an Augenblicke des Glücks und der selbstzerstörerischen Kämpfe, an den Aufbruch in immer neue Länder, an Bedrohungen und Furcht in einem Leben ohne Netz und Zugehörigkeit. Sie fragt sich und Leonard, warum sie einander, obwohl sie sich liebten, doch immer verfehlten. Und sie fragt, ob sie Schuld tragen an dem Schicksal ihres Sohnes. In diesen Briefen denkt Edith aber auch über den großen Exzentriker der amerikanischen Literatur, Herman Melville, nach, für den sie und Leonard sich früh schon so rauschhaft begeistert hatten, dass sie gemeinsam ein Buch über das Leben des geheimnisvollen Außenseiters und sein Werk schreiben wollten - den unbehausten Reisenden, dessen Schicksal ihnen oft wie ein Schlüssel für ihr eigenes Leben vorgekommen war, für das Anderssein ihres Sohnes, für Gabriels Scheitern an der Welt. Szenen einer Liebe, einer zerbrochenen Ehe und Stationen eines vorgezeichneten Weges, der Gabriel in ein grausames Ende führen wird, finden Spiegelungen und Gegenbilder in Episoden aus dem Leben und Werk des Dichters, der an seiner Zeit und dem Unverständnis seiner Zeitgenossen zerbrach.

-> "Zwei Leben und ein Tag" bei Amazon kaufen  

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Luchterhand Literaturverlag (Februar 2007)
ISBN-10: 3630872565
ISBN-13: 978-3630872568

Taschbuchausgabe:
München: Bertelsmann 2008. btb 73844.
ISBN 978-3-442-73844-1



Familienfest (Roman)

Bei den traditionellen Festen der Leondouris ist Edna Gastgeberin und Mittelpunkt, sie hält die weitläufige Familie zusammen. In ihrem Haus am vornehmen Bostoner Beacon Hill, an der zum Seder gedeckten Tafel, erzählt sie Geschichten aus dem Leben der Vorfahren, die als Familienbesitz in den Jüngeren fortleben sollen. Sie erzählt von ihrem Vater Joseph, der einst aus der Levante nach Amerika gelangte, von ihrem Onkel, der stellvertretend für einen Politiker im Gefängnis saß, von der bitteren Armut, in der die Familie jahrzehntelang im jüdischen Viertel von Boston lebte, und von dem märchenhaften Aufstieg, der einigen gelang. Und sie erinnert sich an ihre erste große Liebe, die mit einem tragischen Unglück endete.

Es ist ein großer, ein ganzes Jahrhundert umspannender Familienroman, voller schillernder Charaktere und Schicksale vor dem Hintergrund der zur Metropole wachsenden Hafenstadt Boston, mit ihren sich wandelnden Einwanderervierteln, den eleganten Stadtteilen und den Ferienorten an der Atlantikküste.

-> "Familienfest" bei Amazon kaufen 

Luchterhand Verlag, München 2003. ISBN 3630871488,
Gebunden, 416 Seiten
Taschenbuch: btb 2005. ISBN 3 442 73349 9
www.btb-verlag.de


Haus der Kindheit (Roman)

Seit Kindertagen hat Max die Fotografie des Hauses vor Augen, das von den Nazis enteignet wurde und das seine Mutter ihr Leben lang nicht vergessen konnte. Obwohl er in New York aufgewachsen ist, bindet es ihn an das Europa seiner jüdischen Vorfahren. Nach dem Tod der Mutter gibt er seiner Sehnsucht nach und kehrt in seine Geburtsstadt zurück, um das Haus wieder in den Familienbesitz zu bringen. Er trifft auf Beamte, die mit allen Tricks der Scheinlegalität seinen Anspruch zurückweisen, und er trifft auf Menschen, die sich keiner Schuld bewußt sind, aber auch auf solche, denen er sich verbunden fühlt: Menschen wie Spitzer, der alte Vorsteher der kleinen jüdischen Gemeinde, oder die Frau, die ihn einst sehr geliebt hat. Und er stößt auf eine unsichtbare Stadt...

-> "Haus der Kindheit" bei Amazon kaufen 

Luchterhand Verlag, München 2000
ISBN 3630870643Gebunden, 320 Seiten

Taschenbuch: Dtv Verlag, München 2002
ISBN 3-423-12952-2

Übersetzungen:
House of Childhood. Übsersetzung von David Dollenmayer. The Other Press (New York) 2006

-> Buy "House of Childhood" at Amazon 

Übersetzung ins Italienische: La Casa della nostalgia. Übersetzt von Paola Buscaglione Candela.
Firence: La Giuntina 2009

 

Erinnern und Erfinden (Grazer Poetik-Vorlesungen)

 

Essays:

- Erinnern und Erfinden
- Die unverzeihliche Sünde
- Die Faszination des Unsagbaren
- Autor und Leser
- Probleme beim Schreiben von Romanen
- Romananfänge

-> "Erinnern und Erfinden" bei Amazon kaufen 

Literaturverlag Droschl, Graz 1999 ISBN 3-85420-521-X

 

Abschied von Jerusalem (Roman)

Dvorah, Österreicherin jüdischer Herkunft, verliebt sich zur Zeit der Intifada in Jerusalem in einen jungen Mann, Sivan, der sich als Armenier ausgibt und angeblich als Dolmetscher für ein UNO-Filmteam in den besetzten Gebieten arbeitet. Aus einem erotischen Abenteuer entwickelt sich eine zutiefst ambivalente Leidenschaft. Die Mutmaßungen über Sivan, der nach einer Razzia von der israelischen Polizei erschossen wird, die von Zweifel und Schuldgefühlen durchzogenen Erinnerungen und Geständnisse vor einem imaginären Gericht sind eingewoben in die Familiengeschichte der Ich-Erzählerin. So unklar Sivans Herkunft und das, was er tatsächlich getan hat, so unklar und dunkel ist Dvorahs familiäre Vergangenheit. „Abschied von Jerusalem“ ist auch ein Porträt dieser zerrissenen, vielstimmigen, geheimnisvollen Stadt. Ihre zugleich anziehende wie gewalttätige Präsenz, aus der sich die Geschichte entwickelt, wird mit großer Intensität und Farbigkeit beschrieben. Fast scheint es, als sei sie nicht nur Schauplatz, sondern heimliche Protagonistin des Romans.

-> "Abschied von Jerusalem" bei Amazon kaufen 

Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 1995 ISBN 3 87134 204 1 Gebunden, 281 Seiten

Taschenbuch: dtv München, ISBN 3-423-133880

Übersetzungen:
Jeruzalem. Übersetzung von Tinke Davids. Van Gennep (Amsterdam) 1995

Lover. Traitor. A Jerusalem Story. Metropolitan Books. Henry Holt Co. (New York) 1997
(Finalist for the National Jewish Book Award)

Übersetzung ins Italienische: La Voce del Deserto. Übersetzt von Paola Buscaglione Candela. Firence: La Giuntina 2008

 

In fremden Städten (Roman)

Nach sechzehn Jahren Ehe entschließt sich Lillian, ihre Familie in Österreich zu verlassen und in ihre Heimat an der amerikanischen Ostküste zurückzukehren. Auf diese Weise will sie ihrer zunehmenden Isolation in der fremden Kultur und Sprache entkommen und zu ihrer früheren Kreativität zurückfinden. Aber während sie zurück und nach vorne blickt, ahnt sie bereits, daß sie nun auch dort, wo sie herkommt, eine Fremde ist. Der Roman analysiert mit großer psychologischer Kompetenz ein Lebensgefühl: das Gefühl des Fremdseins und der Sprachlosigkeit. Die Geschichte einer Befreiung? Eher die Geschichte einer Verzweiflung und Desorientierung. Und eine Geschichte von Liebe und Haß.

-> "In fremden Städten" bei Amazon kaufen 

Luchterhand Verlag, Hamburg-Zürich 1992
Gebunden, 246 Seiten
Taschenbuch: dtv München 1994 ISBN 3-423-12588-8

Übersetzungen:
In den Vreemde. Übs. Tinke Davids. Van Gennep (Amsterdam) 1992
In Foreign Cities. Übs. Lowell Bangeter. Ariadne Press (Riverside, CA) 1995
Straniera Ovunque. Übs. von Barbara Griffini. Feltrinelli (Milano) 1996

 

Ausgrenzung (Roman)

Jakob, ein zartes Kind mit großen blauen Augen, ist anders als andere Kinder. Er hat andere Begabungen und Fähigkeiten als die, die man von einem Kind seines Alters erwartet. Er reagiert nicht, oder anders als erwartet, wenn er angesprochen wird. Die Wörter, die er sagt, formen sich nicht zu Sätzen, sondern werden, wie seine Spiele, zu rhythmisch wiederholten Ritualen, die seiner Mutter Marta wie ein Zeichen für etwas Unbekanntes erscheinen. Er ist zurückgeblieben, verhaltensgestört, sagen die Leute, autistisch, sagen die Fachleute. Seine Mutter, die ihn mit qualvoller Innigkeit liebt, sieht sich von einer verständnislosen, feindseligen Umwelt umgeben. Mit den Schuldzuweisungen, die sich unzählige Male wiederholen, mit dem Versuch, den „Fall“ Jakob durch eine zweifelhafte Diagnose in ein System zu zwingen, beginnt der verhängnisvolle Prozeß der Ausgrenzung, der völligen Isolierung zweier Menschen.

-> "Ausgrenzung" bei Amazon bestellen 

Luchterhand Verlag, Darmstadt 1989
Gebunden, 280 Seiten ISBN 3-630-86690-5
Taschenbuch: dtv München 1992 ISBN 3-423-12435-0

Übersetzungen:
Afzondering, Übs. von Tinke Davids. Van Gennep (Amsterdam) 1988
Utanför. Übs. Dorothee Sporrong. Forum (Stockholm) 1992
La Frontera. Übs. Basilio Losada. Ediciones B (Barcelona) 1992
Jakob. Übs. Deborah Schneider. Harcourt Brace (New York) 1991

 

Übersetzungen

Philip Larkin, Gedichte. Übersetzt und ausgewählt. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1987

 

Das andere Gesicht (Roman)

In zwei sich abwechselnden Stimmen erzählen zwei junge Frauen vom Fremdsein und von der beharrlichen Suche nach Gemeinschaft. Da ist Sonja, die – zurückhaltend – darauf wartet, daß das wirkliche Leben und die Liebe beginnt. Da ist Jana, die sich – rückhaltlos – von ihren Gefühlen mitreißen, in andere Welten, Phantasien und Wirklichkeiten entführen läßt. Ihre Zusammenstöße mit der sie eingrenzenden Realität werden dadurch um so schmerzhafter. Da ist Achim, ein egozentrischer Künstler, den beide lieben, der beide begehrt und zurückstößt, und der sich nicht einlassen kann auf die Liebe. In den drei Hauptfiguren erkennen wir die 68-Generation wieder, die, fremd und ungeborgen im Alltag, in der Welt zu Hause schien. Die Suche, an deren Ende Hoffnung aufleuchtet, führt durch immer tiefere Kreise der Einsamkeit.

-> "Das andere Gesicht" bei Amazon kaufen 

Claassen Verlag, Düsseldorf 1986
Gebunden, 333 Seiten

Taschenbuch: München 2008. (= dtv 13688)
ISBN 979-3-423-13688-4

Übersetzungen:
Blickwisseling. Übs. Tinke Davids. Van Gennep (Amsterdam) 1987
Cara a Cara. Übs. Basilio Losada. Ediciones B (Barcelona) 1990

 

Die Züchtigung (Roman)

Marie ist als ungeliebtes, mißhandeltes und ausgebeutetes Bauernkind in einem oberösterreichischen Dorf aufgewachsen. Es gelingt ihr, diesem Milieu zu entfliehen, indem sie heiratet und mit ihrem Mann in die Stadt zieht. Aber es gelingt ihr nicht, das von Generation zu Generation weitergegebene dumpfe Lebensgefühl abzulegen, das geprägt ist von Haß, Lieblosigkeit und Unfreiheit. Sie will, daß ihre Tochter Vera etwas Besseres wird, ein „anständiges“ Leben führt, sie schlägt das Kind, wie sie selber geschlagen wurde. Die Geschichte, die erzählt wird, ist grausam, die Sprache klar und poetisch.

-> "Die Züchtigung" bei Amazon kaufen 

Claassen Verlag, Düsseldorf 1985
Gebunden, 248 Seiten
Taschenbuch: dtv München 1987 ISBN 3-423-10798-7

Übersetzungen:
La Trique. Übs. Cornelius Heim. Gallimard (Paris) 1987
Tua Madre era come te ? Übs. Barbara Griffino. Feltrinelli (Milano) 1994
Punishment. Übs. Lisel Müller. Virago Press (London) 1988
Three Daughters. Übs. Lisel Müller. Harcourt Brace (New York) 1987
Upptuktelsen. Übs. Dorothee Sporrong. Forum (Stockholm) 1990
Het Land van den geslagen Kinderen. Übs. Tinke Davids. Van Gennep (Amsterdam) 1986
Den Man elsker tukter Man. Übs. Aud Greiff . Aschehoug (Oslo) 1988
Joka vitsaa säätstää. Übs. Liisa Pyömä. Söderström (Helsinki) 1989
Ins Japanische: Verlag Choeisha Co. 2000
Joc de Bastons. Übers. v. Núria Marabet.Barcelona: Linia d’ombra 1990
Entre Mujeres. Übers. v. Basilio Losada e Isi Feuerhake.
Barcelona: Ediciones B. 1988
Den Man elsker tukter Man. Übers. v. Aud Greiff. Oslo:
Aschehoug 1988


 

 



ELATED PageKits © 2004 ELATED.com/PageKits.com